Das Fürstentum Liechtenstein (160 km2 / 32'000 Einwohner) liegt im Ober-rheingebiet zwischen dem Schweizer Kanton St. Gallen und dem Österreichischen Bundesland Vorarlberg. Die Herrschaft von Schellenberg und die Grafschaft Vaduz, die zwischen 1699 und 1712 von der Fürstenfamilie Liechtenstein gekauft wurden, wurden 1719 vereinigt und bildeten das Kaiserliche Fürstentum Liechtenstein im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Die Fürsten von Liechtenstein gaben dem neu gegründeten Land ihren Familiennamen und brauchten in der Tat ein Fürstentum, um Reichsfürsten im Habsburger Reich zu werden. Im Jahre 1806 gewährte Napoleon I dem Fürstentum volle Souveranität im Rheinischen Bund. Nach der napoleonischen Ära wurde Liechtenstein auf dem Wiener Kongress ein Mitglied des Deutschen Bundes, bis dieser 1866 aufgelöst wurde. 1852 schloss Liechtenstein einen Zollvertrag mit der Östereichisch-Ungarischen Monarchie. Nach dem Zusammenbruch der Donau-Monarchie blieb Liechtenstein unabhängig und unterzeichnete im Jahre 1923 ein Zollabkommen mit der Schweiz,. Seit 1924 ist der Schweizer Franken die Währungseinheit von Liechtenstein.
Die moderne Verfassung aus dem Jahre 1921 legt fest, dass Liechtenstein eine Erbmonarchie auf der Grundlage einer parlamentarischen Demokratie ist. Der Fürstregent ist Staatsoberhaupt, und das Parlament (Landtag) hat 25 gewählte Mitglieder, die das Regierungsoberhaupt, den Stellvertreter und 3 Räte vorschlagen, welche die Regierung bilden und keine Mitglieder des Landtags sind. Liechtenstein ist Mitglied der Vereinten Nationen, des Europarats, der EFTA, der Welthandelsorganisation (WTO) und der EEA, was keinerlei steuerliche Auswirkungen hat.