Newsletter Nr. 1 2008 englisch
Liechtenstein in the international press
There has been a spate of articles about Liechtenstein in the international press recently, predominantly Germany, but also the UK and other countries.
The main story broke on the 14th February with the CEO of the German Post/DHL having his villa raided by the German Tax Authorities. This was done in full view of German State TV, press etc. It certainly was not a coincidence that they were there.
German officials informed that they had hacked into a Liechtenstein bank and gained important data. The verifiable content of the press reporting from that time on was negligible and we would like to sum up the position today based on facts rather than speculation.
In actual fact a Liechtenstein employee (H. Kieber) of a Liechtenstein Trust Company had illegally copied data and attempted to extort money from his employer. The fact that this company belonged to the Reigning Prince’s bank group added spice to the story. Kieber was arrested and under the assumption he had returned the stolen data was convicted, but placed on probation. He then absconded to Germany and sold the data to the BND (German Secret Service).
The BND in turn passed the information on to the German Tax Authorities and they in turn passed information on EU citizens to their respective countries. According to the British press the UK HMRC paid £ 100’000 for their part of the dvd with information on UK taxable persons. The German Authorities paid the convicted H. Kieber 4.2 million Euros and gave him a new identity. The Germans received supposedly over 1400 names and addresses of German based clients.
Liechtenstein has protested to Berlin on their use of “stolen goods” and appropriate legal steps have been initiated. There are those who will question the use of such material in the courts. The opinions range from inadmissible evidence to full acceptance depending on political intentions.
Notwithstanding this the German authorities via massive publicity attempted to influence potential persons mentioned on the dvd to give themselves in on the promise of only limited sanctions and penalties. The spectre of evidence being disallowed obviously encouraged this approach.
Germany has in the past lambasted Liechtenstein and in particular the infamous Spiegel magazine article. In late 1999 the BND leaked to the press a sensational and damaging “report” alleging that Liechtenstein was at the service of criminals all over the world. The Liechtenstein Government asked the Chief Prosecutor of Innsbruck, Austria, to conduct an independent investigation.
His concluding report (August 2000) showed that these allegations were unfounded. They were based on the fabrications and mistakes of a German citizen who was by that time serving a five-year sentence in Germany on unrelated charges of investment fraud and attempted blackmail.
The reform of the foundation law in Liechtenstein has nothing to do with tax evasion. Then, as now, reforms were already underway when the allegations were made. The reforms 1996 – 2001 and ensuing regulations produced regulatory and supervisory standards, which can match any in Europe in the fight against money laundering and terrorism.
Indeed, it was the vigilance of the Liechtenstein authorities that not long ago alerted the German authorities to large scale illegal financial transactions by a German multinational company via Liechtenstein. Top management and Board members of Siemens, the company involved were forced to resign and many are being prosecuted. It is important to note that it was the Liechtenstein procedures that led to the discovery not the often well vaunted German regulations.
Tax evasion cannot be condoned and the Jeeves Group only offers many legal and/or tax-efficient services as Private Eye wrote this last week. This is from them indeed a back-handed compliment and carefully written.
However, people have been hiding their money under a bed for centuries, but forbidding beds cannot be the answer. It is obvious from the press that the general intent of certain EU countries is to increase their own taxation income by eliminating alternatives. The wide variation of taxation from low flat tax to draconian tax rates in various EU countries will not allow a level playing field for a long time. For the particularly nervous client the Caribbean, Singapore, Dubai and Hong Kong, to mention just a few, will be delighted to take up the slack.
A visit to Singapore and Hong Kong by the responsible EU Commissioner, Mr Kovacs, requesting that they also sign an agreement on the exchange of information and the European Savings Tax initiative evoked the response that it was not on their agenda.
On our agenda is the well being of our clients worldwide and our multi-jurisdiction approach is a great advantage.
Newsletter Nr.1_2008 deutsch
Liechtenstein in der internationalen Presse
Kürzlich hat es in der internationalen Presse, vorwiegend in Deutschland, aber auch in Grossbritannien und in anderen Ländern, eine wahre Flut von Artikeln über Liechtenstein gegeben.
Schlagzeilen machte am 14. Februar die Nachricht, dass die Villa des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post/DHL von deutschen Steuerfahndern durchsucht wurde. Dies geschah voll und ganz in Anwesenheit des deutschen staatlichen Fernsehens, der Presse usw. Es war sicherlich kein Zufall, dass sie dort waren.
Deutsche Amtspersonen liessen verlauten, dass sie in eine Liechtensteiner Bank eingedrungen wären und wichtige Daten erlangt hätten. Der nachprüfbare Inhalt der Presseberichterstattung von da an war unerheblich, daher möchten wir die heutige Position auf der Grundlage von Fakten und weniger auf Spekulationen zusammenfassen.
In der Tat hatte ein liechtensteinischer Mitarbeiter (H. Kieber) einer Liechtensteiner Treuhandgesellschaft Daten illegal kopiert und versucht, von seinem Arbeitgeber Geld zu erpressen. Die Tatsache, dass diese Gesellschaft zur Bankengruppe des regierenden Fürsten gehörte, machte die Geschichte noch pikanter. Kieber wurde festgenommen und in der Annahme, dass er die gestohlenen Daten zurückgegeben hat, wurde die Strafe auf Bewährung ausgesetzt. Er hat sich dann nach Deutschland abgesetzt und die Daten an den BND (Deutscher Geheimdienst) verkauft.
Der BND seinerseits hat die Informationen an die deutschen Steuerbehörden weitergegeben und diese haben ihrerseits die Daten über EU-Staatsbürger an die jeweiligen Länder übermittelt. Laut britischer Presse hat das britische Finanzamt (HMRC) £100,000 für seinen Teil der DVD mit Informationen über steuerpflichtige Personen in Grossbritannien gezahlt. Die deutschen Behörden zahlten dem verurteilten H. Kieber 4,2 Millionen Euro und gaben ihm eine neue Identität. Die Deutschen erhielten angeblich mehr als 1400 Namen und Anschriften von in Deutschland ansässigen Kunden.
Liechtenstein hat gegenüber Berlin über ihre Verwendung von “gestohlenen Gütern” protestiert, und es wurden entsprechende rechtliche Schritte eingeleitet. Es gibt einige Leute, welche die Verwendung solchen Materials vor Gericht anzweifeln werden. Je nach politischer Willensrichtung reichen die Meinungen von unzulässigem Beweismittel bis hin zur vollen Akzeptanz.
Ungeachtet dessen haben die deutschen Behörden durch massive Öffentlichkeitsarbeit versucht, die auf der DVD genannten potentiellen Personen zur Selbstanzeige mit der Zusage von lediglich begrenzten Sanktionen und Strafen zu drängen. Die Angst vor einem unzulässigen Beweismittel hat offensichtlich diese Vorgehensweise bestärkt.
In der Vergangenheit ist Liechentstein von Deutschland und insbesondere im berüchtigten Artikel des „Spiegel“-Magazins heftig kritisiert worden. Ende 1999 hat der BND an die Presse einen sensationellen und schädigenden “Bericht” durchsickern lassen, laut welchem Liechtenstein angeblich im Dienste von Verbrechern aus der ganzen Welt stünde. Die Liechtensteiner Regierung hat daraufhin den Generalstaatsanwalt von Innsbruck, Österreich, mit der Durchführung einer unabhängigen Untersuchung beauftragt.
Aus seinem Abschlussbericht (August 2000) ging hervor, dass diese Anschuldigungen unbegründet waren. Sie basierten auf Lügen und Fehlern eines deutschen Staatsbürgers, der bis dahin in Deutschland aufgrund von nicht damit im Zusammenhang stehenden Anklagepunkten wegen Anlagebetrugs und versuchter Erpressung zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt worden war.
Die Reform des Stiftungsrechts in Liechtenstein hat nichts mit Steuerhinterziehung zu tun. Damals wie heute waren Reformen bereits im Gange, als die Anschuldigungen erhoben wurden. Die Reformen von 1996 – 2001 und die sich daraus ergebenden Vorschriften führten zu regulativen und aufsichtsrechtlichen Standards, die sich mit all denen in Europa im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismus messen lassen können.
In der Tat ist es der Wachsamkeit der liechtensteinischen Behörden zuzuschreiben, die vor kurzem die deutschen Behörden auf die im grossen Massstab erfolgten illegalen Finanztransaktionen einer deutschen multinationalen Gesellschaft über Liechtenstein aufmerksam gemacht haben. Die oberste Geschäftsleitung und Verwaltungsratsmitglieder von Siemens - der davon betroffenen Gesellschaft - wurden zum Rücktritt gezwungen und viele werden gerichtlich verfolgt. Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass es die liechtensteinischen Verfahren waren, die zur Aufdeckung geführt haben und nicht die oftmals hochgepriesenen deutschen Vorschriften.
Die Steuerhinterziehung kann nicht stillschweigend geduldet werden, und die Jeeves Group bietet lediglich viele gesetzliche und/oder steuerwirksame Dienstleistungen – so stand es in der vergangenen Woche im Private Eye geschrieben. Dies ist in der Tat ein indirektes Kompliment und vorsichtig geschrieben.
Die Menschen haben allerdings seit Jahrzehnten ihr Geld unter dem Bett versteckt, aber Betten zu verbieten, kann wohl nicht die Antwort sein. Aus der Presse geht eindeutig hervor, dass die allgemeine Absicht von bestimmten EU-Ländern darin besteht, mit der Ausschaltung von Alternativen ihr eigenes Steuereinkommen zu erhöhen. Die grossen Steuerunterschiede in den verschiedenen EU-Staaten - von der niedrigen Pauschalsteuer bis hin zu drakonischen Steuersätzen – werden für eine lange Zeit kein gleichauf liegendes Spielfeld zulassen. Für den besonders nervösen Kunden werden die Karibik, Singapur, Dubai und Hongkong – um bloss ein paar zu nennen – hoch erfreut sein, in die Bresche zu springen.
Ein Besuch des verantwortlichen EU-Kommissars – von Herrn Kovacs - in Singapur und Hongkong, die er darum ersucht hat, auch ein Abkommen zum Informationsaustausch und zur europäischen Zinsabgeltungssteuer zu unterzeichnen, führte als Antwort dazu, dass es überhaupt nicht auf ihrer Tagesordnung steht.
Auf unserer Tagesordnung steht das Wohl unserer Kunden weltweit, und unser Multi-Gerichtsbarkeits-Approach stellt dabei einen grossen Vorteil dar.