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Büros in Singapur – Liechtenstein - der Besuch des Premierministers - die Unterzeichnung des EPA-Abkommens durch St. Vincent

Büros in Singapur – Liechtenstein - der Besuch des Premierministers - die Unterzeichnung des EPA-Abkommens durch St. Vincent

Büros in Singapur

Als Teil der Strategie unserer Gruppe wurde jetzt die Etablierung unseres eigenen Büros in Singapur in die Tat umgesetzt. Mitte November werden wir dort operativ werden. Bisher hatte die Gruppe vor Ort lediglich „corporate services“ angeboten. Jetzt wurde durch die Gründung von Lexadmin Trust Services Pte Ltd, mit eigenem Personal und Büroräumen unter der Adresse 7 Temasek Boulevard, Suntec Tower One in Singapur, ein weiterer Schritt nach vorne getan.

Es ist nun vorgesehen, eine Treuhand-Lizenz zu beantragen, da wir mit drei qualifizierten Mitarbeitern und einem Office Manager die gesetzlichen Anforderungen erfüllen werden. Andere Jurisdiktionen sehen vor, dass nur eine Person, normalerweise der Manager, die entsprechenden Qualifikationen erfüllt, aber auch hier will man, wie in Singapur üblich, strenge Regeln anwenden. Der Schutz von privaten Informationen ist nicht das einzige Ziel.

Liechtenstein

Die Diskussionen unter bestimmten EU-Mitgliedsländern, die in der ein oder anderen Form Gesetze gegen Niedrigsteuerländer erlassen möchten, gehen trotz – oder vielleicht auch gerade wegen – der derzeitigen weltweiten Turbulenzen auf den Finanzmärkten weiter. Auf alle Fälle wird die diskutierte Aufnahme von Österreich, der Schweiz und Luxemburg in die OECD-Liste von sogenannten nichtkooperativen Steuerländern sicherlich die Position Liechtensteins stärken.

Die Regierung kündigte am 14. Oktober an, dass mit den USA ein TIEA (Tax Information Exchange Agreement) ausgearbeitet werde. Der Informationsaustausch erfolgt nicht automatisch und wird nur bei genau spezifizierten Anfragen genehmigt. Die Regierung in Liechtenstein drängt weiterhin auf bilaterale Lösungen in Form von Doppelbesteuerungsabkommen (DBA). Ein Abkommen zum Austausch von Steuerinformationen (TIEA) mit der EU, wie mit den USA vorgesehen, wäre eine zu einseitige Lösung.
Die Verhandlungen gehen weiter, und der Entwurf des europäischen Betrugsabkommens wurde von Liechtenstein in Brüssel vorgelegt. Es muss nun von allen 27 EU-Mitgliedsstaaten ratifiziert werden und Deutschland spielt hierbei auf Zeit.

Die deutsche Position ist sehr widersprüchlich. Auf der einen Seite wird berichtet, dass deutsche Banken ganz erheblich unter dem isländischen Bankenkollaps zu leiden hatten. Zahlen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich belegen, dass Deutschlands Banken Ende Juni Forderungen von insgesamt 21 Mrd. USD, während britische Banken eine Belastung von 4 Mrd. USD hatten. Diese Zahlen belegen auch, dass, abgesehen von der Bereitstellung von fast einem Drittel der gesamten Kredite in Island, Deutschland auch in Spanien und Irland am meisten „exposure“ aufweist. Deutsche Banken hatten in Spanien 311 Mrd. USD geliehen – mehr als zweimal soviel wie britische Banken mit 152 Mrd. USD – und 241 Mrd. USD in Irland.
Diese Zahlen stellen eindeutig alle angeblichen Verluste durch unvollständige Besteuerung „onshore“ oder „offshore“ in den Schatten.

EPA-Abkommen unterzeichnet

Dreizehn Cariforum-Mitgliedsstaaten und die EU haben vergangene Woche in Barbados das Wirtschaftsabkommen EPA (CARIFORUM-European Community Economic Partnership Agreement ) unterzeichnet. Der einzige CARIFORUM-Staat, der nicht unterschrieben hatte, war Haiti, wo die Beseitigung der Hurrikanschäden immer noch oberste Priorität hat.
Das EPA-Abkommen ist ein Handels- und Entwicklungsabkommen zur Ankurbelung von Handel, Investitionen und nachhaltiger Entwicklung. Es soll den EU-Staaten den direkten Marktzugang für Exporte in die Karibik gewähren und den karibischen Märkten ermöglichen, sich über die kommenden 25 Jahre schrittweise zu öffnen. Dem CARIFORUM-Verbund gehören alle Caricom-Staaten und die Dominikanische Republik an.

Der Premierminister von St. Vincent & den Grenadinen besucht die Schweiz und Liechtenstein.

In der vergangenen Woche besuchte Dr. Ralph Gonsalves, Premierminister von St. Vincent & den Grenadinen (SVG), die Städte Basel und Zürich in der Schweiz sowie Vaduz und Schaan in Liechtenstein.

Er folgte einer Einladung des St. Vincent Trust Service, bzw. der Jeeves-Gruppe, die seit 1976 der grösste Anbieter auf dem Finanzdienstleistungssektor in St. Vincent sind. Dieser Besuch war ein gelungenes Beispiel dafür, wie Regierung und Privatwirtschaft Hand in Hand arbeiten können, um Industrie und Wirtschaft zu fördern.

In Basel trug der erst kürzlich ernannte Honorarkonsul für SVG, Dr. Pascal Troesch, seinen Teil zu einem exquisiten Programm bei. Der Regierungspräsident von Basel, Präsident Dr. Guy Morin, begrüßte die Delegation aus SVG, bestehend aus dem Premierminister, der Geschäftsführerin der IFSA Sharda Sinanan-Bollers, Rodney Gallagher, Cleo Jones-Huggins, NIPI, Bryan Jeeves CMG OBE, dem Präsidenten des St. Vincent Trust Service, dem Geschäftsführer des St. Vincent Trust Service Alex Jeeves und Hubert Noser, dem Direktor der Jeeves-Gruppe, in dem 1504 erbauten prächtigen Rathaus der Stadt. Im traditionellen Ratsherrensaal, wo das Original des gesiegelten Dokuments über den Eintritt der Stadt Basel in die Schweizer Konföderation von 1501 hängt, hieß Dr. Morin seine Gäste, Minister des Kabinetts und Mitglieder des diplomatischen Korps herzlich willkommen. In seiner Dankesrede wies Premierminister Gonsalves erneut auf die vielen Gemeinsamkeiten zwischen Basel und SVG hin, einschließlich der Finanzdienstleistungen und der umweltpolitischen Ziele.

Anschließend bat Konsul Troesch die Gäste zu einem Abendessen ins historische Safran- Zunfthaus, das im 14. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt wurde und als Zunfthaus der Baseler Gewürzhändler diente.

Gäste aus dem Sektor der Finanzdienstleistungen und aus dem diplomatischen Korps wurden zusammen mit der Delegation aus SVG vom Geschäftsführer der ABN Amro Bank, Jeroen Rijpkema, eingeladen. In seiner Rede dankte der Premierminister den Basler Intermediären für ihre Unterstützung und drückte die Hoffnung aus, dass St. Vincent auch weiterhin Zuwachsraten verzeichnen könne und als eine aufmerksame Jurisdiktion geschätzt werde.

Am folgenden Tag fuhr die Delegation weiter nach Zürich, dem Finanz- und Handelszentrum der Schweiz. Bei einem vom St. Vincent Trust Service organisierten Mittagessen hieß Bryan Jeeves den Premierminister zusammen mit führenden Intermediären aus dem Rechts- und Finanzdienstleistungssektor willkommen. Bryan Jeeves erinnerte daran, dass in Zürich im Jahr 1976 der Startschuss für den St. Vincent Trust Service gefallen war.

Einige der Gäste waren schon während der Pioniertage des Trust Service dabei gewesen, als Cims Martin Zürich im Auftrag der Regierung Cato besucht hatte. Die bemerkenswerte Rede des Premierministers wurde herzlich aufgenommen, und sein Engagement für den Finanzdienstleistungssektor von St. Vincent war beispielhaft.

Bryan Jeeves begrüßte Sharda Sinanan-Bollers als neu ernannte Geschäftsführerin der IFSA und hob ihre vorherige Initiativarbeit beim Aufbau der FIU hervor. Ihre Arbeit wurde international als vorbildlich angesehen. Weiterhin betonte Bryan Jeeves, dass in unserer heutigen, extrem wettbewerbsorientierten Welt St. Vincent ein zweifaches Ziel verfolgen müsse, nämlich das einer aufmerksamen und flexiblen Jurisdiktion, in dem ein erstklassiger Service selbstverständlich sei.

Dann reiste die Delegation weiter nach Liechtenstein, wo der Premierminister, Bryan Jeeves, Alex Jeeves und Rodney Gallagher im Amtssitz der Liechtensteiner Regierung von der Außenministerin, Rita Kieber-Beck, und dem Leiter des Amtes für Auswärtige Angelegenheiten, Roland Marxer, empfangen wurden. Wie in Basel war man sich einig über die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit zwischen kleinen Staaten, bei Umweltbelangen und beim Studentenaustausch.

Im Anschluss daran wurde die Delegation von seiner Durchlaucht Prinz Alois von Liechtenstein, dem stellvertretenden Staatsoberhaupt, auf Schloss Vaduz empfangen. Prinz Alois und der Premierminister unterhielten sich ausführlich über die gegenwärtige Haltung von Hochsteuerländern gegenüber kleineren Staaten. Seine Durchlaucht vermittelte einen tiefgehenden Einblick in Liechtensteins gegenwärtige Position gegenüber der EU. Es wurde erneut vereinbart, dass die kleineren Staaten, wann immer möglich, mit gleichgesinnten Staaten wie Luxemburg, Österreich und der Schweiz, kooperieren sollten, um sicherzustellen, dass überall gleiche Rahmenbedingungen herrschen.

Am selben Abend lud die Jeeves Group zu einem Empfang mit Abendessen für die Delegation und mehr als 40 Würdenträger aus dem politisch-parlamentarischen und dem Finanzdienstleistungssektor in das Hotel Löwen in Vaduz ein, einem der ältesten, heute noch in Betrieb befindlichen Wirtshäuser.

Wie auch in ihren vorherigen Reden betonten sowohl Premierminister Gonsalves als auch Bryan Jeeves die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Finanzdienstleistungssektor und den Regulatoren beider Staaten. In einer brillanten Rede hob Premierminister Gonsalves die Vorzüge von St. Vincent & den Grenadinen hervor, und der Erfolg dieser Reise war für alle Anwesenden offensichtlich. Er dankte Bryan Jeeves, Alex Jeeves sowie der gesamten Belegschaft für deren hervorragenden Einsatz in den vergangenen Jahren.

Am nächsten Tag verbrachte der Premierminister den halben Tag in der Firmenzentrale der Jeeves Group in Schaan. Er zeigte sich von der Anzahl der Mitarbeiter und deren Professionalität beeindruckt. Er begrüßte über 50 Mitarbeiter persönlich und dankte der Jeeves Group für ihre Unterstützung.

Frau Sharda Sinanan-Bollers blieb noch einen weiteren Tag in Schaan, um den Arbeitsprozess bei der Sorgfaltspflicht genauer zu untersuchen und um mit den verschiedenen Abteilungsleitern über mögliche Wege zu einer generellen Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Organisationen und zu einer Erhöhung des Kundenbewusstseins sowie der Anforderungen im Hinblick auf konstant professionelle Dienstleistungen zu sprechen. Ein führender Fondsverwalter lieferte weiteren wertvollen Input für die anstehende, neue bzw. geänderte Gesetzgebung bei Anlagefonds.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die verschíedenen Besuche die Bedeutung des Finanzdienstleistungssektors für SVG aufgezeigt haben sowie dass weiterhin riesige Potential und den unschätzbaren Vorteil einer professionellen Organisation vor Ort, die von Honorarkonsulen unterstützt wird.

Schaan, November 2008

Stafford Corporate Services Ltd
201 The Rogers Office Building
Edwin Wallace Rey Drive
George Hill, Anguilla

T+ 1 264 498 5858,
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